NHL – NACHBARSCHAFTSHILFE LUDWIGSHAFEN: DIE SACHE LÄUFT!

Kerngruppe hat die Arbeit aufgenommen

Eine kleine, gut eingespielte Gruppe Aktiver hat sich zusammengefunden, um den Zustand die Gesundheit schwer beeinträchtigender Wohneinheiten zu verbessern.

Wie in der letzten Ausgabe der Bewohnerzeitung gemeldet, hat sich zunächst in der Bayreuther Straße eine kleine, gut eingespielte Gruppe Aktiver zusammengefunden, die auf eigene Initiative hin alles unternimmt, was möglich (und erlaubt ...) ist, um den Zustand die Gesundheit schwer beeinträchtigender Wohneinheiten zu verbessern. Dazu gehören nicht nur handwerkliches Geschick, sondern auch jede Menge Energie und der absolute Wille, sich die Hände (sehr) schmutzig zu machen ...

Vor allem zwei Männer aus dem Umkreis der Kochgruppe sind es, die bislang in zweieinhalb Wohnungen aus einer miserablen eine beinahe annehmbare Situation geschaffen haben. Aus Gründen der Diskretion verzichten wir auf die typischen „Vorher-Nachher-Bilder;“ man kann sich aber vorstellen, dass schimmelige Stellen an Wand und Decke weiß mit Spezialfarbe überstrichen, marode und poröse Fußböden mit einem Kakerlaken-unfreundlichen Schutz überzogen, zugige Fenster und Türen mit Dichtungen versehen wurden ... Das ästhetische Gespür der Handwerker zeigt sich in wohnlichen Details wie farblich abgesetzten Bordüren.

Die Gemeinwesenarbeit der Ökumenischen Fördergemeinschaft Ludwigshafen begleitet das fleißige Geschehen, organisiert, wo nötig, bringt die Leute zusammen und hilft mit Materialspenden aus. Des Weiteren werden zurzeit Konzepte entwickelt, um den Schwung für ein größeres Projekt zu nutzen: Es gibt deutliche Anzeichen, dass der ehemalige Lein´sche Kiosk in der Bayreuther Straße wiederbelebt wird. Hierbei auf die Hilfe der Engagierten vor Ort zu verzichten, wäre nicht nur ungeschickt, sondern auch finanziell ein Fauxpas. Wir hoffen, dass bereits 2020 mit der Renovierung begonnen werden kann. Fachfirmen sollen im Anschluss Elektroinstallationen etc. vornehmen.

Auch für Mundenheim ist geplant, eine Aktionsgruppe zu gründen, da die Zustände vor allem in den Blöcken ähnlich fatal und Menschen unzumutbar sind wie in der Region West. Niemand weiß zum gegenwärtigen Zeitpunkt, wann die angekündigten tiefgreifenden Sanierungsarbeiten starten werden. Darum ist es umso wichtiger, schnellstmöglich Abhilfe zu schaffen. Zumal im Winter bedeutet das Ausharren in den verkommenen Blocks für alle Betroffenen eine Qual. Zahlreiche Zimmer lassen sich nur schlecht heizen, oftmals ist gar keine Heizung vorhanden und muss erst organisiert werden ... Viele Personen sind durch diese Verhältnisse chronisch krank geworden.

Wer mitbekommt, dass irgendwo in den Einweisungsgebieten schlimme Wohnzustände herrschen und bislang keine wirksame Hilfe geleistet wurde, möchte sich bitte an die Gemeinwesenarbeit wenden, auch wenn es die eigene Wohnung betrifft. Wir geben die Information an die Leute von der NHL weiter und vereinbaren einen Ortstermin. Wenn gewünscht, wird die Tätigkeit bis zur kompletten Ausführung organisatorisch begleitet.

Da die Materialkosten teils erheblich sind und nur durch Spendenmittel gedeckt werden können, freuen sich die Nachbarschaftshelfer über jede Zuwendung. Die Kontonummer ist auf der Homepage der Ökumenischen Fördergemeinschaft Ludwigshafen angegeben. Der Effekt ist wirklich unglaublich: Dass es überhaupt möglich ist, aus einer stinkenden, seit Jahrzehnten nicht renovieren Bude einen Raum zum Aufatmen zu gestalten, nötigt handwerklich weniger Begabten allen Respekt ab. Hierfür sich einsetzen, heißt tätige Nächstenliebe ausüben!

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