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Der Soziale Komplexträger

Kleine Kinder, große Wirkung: Projekt „Umwelthelden“

„Kasia, ich habe auf dem Weg zur Kita ein Mädchen gesehen, das Müll auf die Straße geworfen hat. Ich habe ihr gesagt, dass das nicht schön ist und der Müll in den Mülleimer gehört.“ Mit diesen Worten kam Aaron eines Morgens aufgeregt in die Kita. Was wie eine kleine Alltagsbeobachtung klingt, zeigt in Wirklichkeit etwas Bedeutsames: Ein Kind hat nicht nur Wissen erworben, es hat eine Haltung entwickelt und Verantwortung übernommen.

Genau das war das Ziel des Projekts „Umwelthelden“, das in der Spiel- und Lernstube Abenteuerland der Ökumenischen Fördergemeinschaft in Ludwigshafen-West durchgeführt wurde.

Der Ausgangspunkt lag bei den Kindern selbst. Beobachtungen im Alltag zeigten, dass das Thema Umwelt und Müll sie beschäftigt: Sie erzählten von eigenen Erlebnissen, stellten Fragen und nahmen Missstände in ihrer Umgebung aufmerksam wahr. Daraus bildete sich eine Projektgruppe aus neun Kindern im Alter von vier bis sechs Jahren, die sich über mehrere Wochen gemeinsam mit dem Thema auseinandersetzte.

Im Verlauf des Projekts erwarben die Kinder fundiertes Wissen über Mülltrennung und Recycling. Sie lernten, dass unterschiedliche Materialien wie Glas, Papier und Plastik getrennt gesammelt und wiederverwertet werden können, und verstanden zunehmend, welche Auswirkungen ein achtloser Umgang mit Müll auf die Umwelt hat. Dieses Wissen blieb nicht abstrakt, die Kinder wurden selbst aktiv. Sie sammelten Müll in der Umgebung der Kita, sortierten Materialien fachgerecht, besuchten ein Freilandklassenzimmer der GML, in dem sie erfuhren, wie aus Müll Energie entsteht, und stellten am Ende sogar selbst Humus her. Durch eine gemeinsam verfasste E-Mail an das WBL Ludwigshafen erreichten sie zudem die Aufstellung von zwei neuen Mülleimern vor unserer Kita, ein konkretes Ergebnis ihres Engagements. Die Gruppe wuchs im Laufe des Projekts sichtbar zusammen, und es entstand ein echtes Gemeinschaftsgefühl. Das Projekt zeigt, was möglich ist, wenn Kinder ernst genommen und Themen aus ihrer eigenen Lebenswelt aufgegriffen werden. Umweltbildung ist dann keine abstrakte Aufgabe, sondern gelebter Alltag.

Am Ende zeigte das Projekt vor allem eines: Schon kleine Schritte können gemeinsam einen großen Unterschied ausmachen.

Mission erfüllt!

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